Fledermaus hängt kopfüber an der Decke einer Höhle.

Fledermäuse
faszinierende Flugkünstler in Gefahr

Fledermäuse gehören zu den außergewöhnlichsten Tieren unserer Natur: Sie sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können, und sie übernehmen eine wichtige ökologische Aufgabe, indem sie als natürliche Schädlingsbekämpfer Insektenbestände regulieren. Doch weltweit sind ihre Bestände stark zurückgegangen – auch in Deutschland stehen alle heimischen Arten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere.

Die Gründe dafür sind vor allem menschengemacht: Moderne Gebäudesanierungen, Dachausbauten oder das Fällen alter Bäume zerstören ihre Sommer- und Winterquartiere. Gleichzeitig führt die intensive Landwirtschaft mit Pestiziden und der Verlust von Hecken, Wiesen und anderen Lebensräumen dazu, dass Fledermäuse immer weniger Nahrung finden und kaum Rückzugsorte haben.

Gemeinschaftsprojekt „Fledermaus-Monitoring Stadt und Landkreis Forchheim”

Das Gemeinschaftsprojekt „Fledermaus Monitoring Stadt und Landkreis Forchheim“ wurde von Dr. Friedrich Oehme (Bund Naturschutz) initiiert, um die heimischen Fledermäuse besser kennenzulernen und langfristig zu schützen.

Ziel ist es, die Vielfalt und Verbreitung dieser faszinierenden Tiergruppe im gesamten Landkreis systematisch zu erfassen und daraus geeignete Schutzmaßnahmen anzustoßen.

Mit speziellen Aufnahmegeräten werden die Ultraschall Rufe der Fledermäuse erfasst und später mittels Software analysiert, sodass die einzelnen Arten zuverlässig identifiziert werden können .Von den in Bayern vorkommenden Arten konnten bereits beeindruckend viele nachgewiesen werden, was die besondere Bedeutung des Gebietes für den Fledermausschutz unterstreicht.

Jedes Jahr werden drei Messkampagnen durchgeführt: An insgesamt rund 70 Messpunkten im Landkreis werden sogenannte Batcorder für mehrere Nächte aufgestellt, um die Aktivität der nachtaktiven Tiere aufzuzeichnen und dokumentieren.

Weitere Infos zum Projekt unter: https://forchheim.bund-naturschutz.de/arbeitskreise/ak-fledermaus/fledermaus-monitoring-stadt-und-landkreis-forchheim 

Ein Teil des großen Ganzen: Fledermäuse im Wildpark Hundshaupten

Im Rahmen der Messkampagne konnten bereits 23 von 25 bayerischen Fledermausarten auch im Wildpark Hundshaupten nachgewiesen werden. Zweimal im Jahr werden die Batcorder an verschiedenen Stellen für jeweils drei Nächte aufgestellt, um das Monitoring des Landkreises zu unterstützen.

Gleichzeitig schafft der Wildpark neue Lebensräume für die Fledermäuse. Spezielle Nistkästen, besonders im Eingangsbereich, bieten den Tieren sichere Quartiere und helfen, ihrer Wohnungsnot entgegenzuwirken. So wird der Wildpark zu einem kleinen Rückzugsort für diese faszinierenden Tiere und zeigt, wie aktiver Artenschutz vor Ort umgesetzt werden kann.

Kleine, tarnfarbene Tasche mit Gummiband an einem Stock befestigt, im Freien mit grünem, verschwommenem Hintergrund.
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